Donnerstag, 5. November 2015

HERAUSFORDERUNG gesucht ??? Dann bitte weiterlesen!



Unterstützung für unsere „Herausforderung“!

Wir möchten neben dem fachlichen Lernen im Unterricht auch neue Lernformate bieten, um unsere Schüler umfassend – das heißt kognitiv, emotional und sozial zu fördern. Eines dieser Lernformate heißt Herausforderung. 

Was bedeutet das? Jugendliche testen sich aus – sie wollen ihre Grenzen kennenlernen und erfahren, wozu sie im Stande sind. Doch nicht viele Möglichkeiten werden ihnen diesbezüglich heutzutage im schulischen Lernen und Leben eingeräumt. In unserer Schule wird ihnen daher die Gelegenheit gegeben, eine Woche im Schuljahr ab Klassenstufe 9 mit nur 70 Euro in eine persönliche Herausforderung zu investieren. Dies wird ein gesamtes Schuljahr zuvor selbstständig vorbereitet und von Lehrpersonen begleitet. 

Welche Herausforderungen werden denn da gewählt? Es könnten Projekte wie ein Fußmarsch über die Alpen, eine Radtour von Berlin nach Paris, ein Segeltörn, eine große Kanutour, der Bau eines Spielplatzes in Albanien, Museumsarbeit in Alaska u.a. sein. Die Themen und Inhalte werden nicht vorgegeben, sondern von den Jugendlichen selbst ausgewählt, geplant und durchgeführt.

Was sagt die Forschung dazu? Aus der Entwicklungspsychologie, der soziokulturellen Forschung, der Hirnforschung, der Motivationsforschung, der Resilienzforschung und der Pädagogik ist die Bedeutung eigener Zielsetzungen, Visionen und deren Verfolgung, die dabei gemachten Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, die Anstrengungsbereitschaft, Entdeckungsfreude, Erlebnisfähigkeit, der Unternehmensgeist, Wagemut, die Risikobereitschaft, das Verantwortungsgefühl und die Wichtigkeit der Entwicklung des Selbstbewusstseins dadurch bekannt. Durch Erfahrungen, die Jugendliche im Fach Herausforderung sammeln, baut sich laut der aktuellen Hirnforschung das Gehirn um (man spricht in diesem Zusammenhang von „experience dependent plasticity“). Die Kinder gewinnen Vertrauen in ihre eigenen Kompetenzen, agieren miteinander und erkennen die Sinnhaftigkeit eigenen Planens und Handelns. Erhalten diese Erfahrungen Anerkennung wie in diesem Unterrichtsfach, kann ein Mensch laut Hirnforschung in seiner Persönlichkeit gesund heranreifen. Dem stellt sich das Fach „Herausforderung“ zu dem Zeitpunkt, wenn es Jugendliche am dringendsten benötigen: Mitten in der Pubertät.

Welchen Beitrag könntest du dabei leisten? Wir suchen engagierte Menschen ab 18 Jahre, die Lust haben, eine Schülergruppe in der Woche ihrer Herausforderung zu begleiten. Alle Unkosten müssen von den 70€ der Kids gedeckt werden, sodass keine Kosten entstehen. Es ist lediglich gut, wenn ein erwachsener Ansprechpartner mit vor Ort ist und ggf. aufkommende Probleme mit lösen kann. 

Lust bekommen? Dann melde dich einfach und sage uns, wer du bist und wie wir dich am besten erreichen können!


Ansprechpartner: Frau Dr. Tellisch

Wir freuen uns auf dich – und die Kids natürlich auch!


„Es müssen in den Schulen mehr Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Kinder viele unterschiedliche praktische Erfahrungen machen können. Nur diese werden im Gehirn fest verankert. Kinder brauchen immer wieder Gelegenheit, etwas zu erfahren, was unter die Haut geht, was sie berührt und begeistert. Selbstvertrauen und Zuversicht sind Fähigkeiten, die in den Menschen wachsen müssen, nicht von außen, sondern von innen. Kleine Kinder tragen diese Kraft, sich dem Leben stellen zu wollen, noch in sich. Wenn sie später verloren geht, so liegt das nicht an ihrem Gehirn, sondern an den Erfahrungen, die sie beim Erwachsenwerden hier und heute leider allzu oft machen.“
Gerald Hüther, Hirnforscher

 
 

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